Wenn es um den Aufbau einer starken Marke geht, tauchen häufig die Begriffe „Markenidentität“ und „Marken-Branding“ auf. Obwohl sie oft synonym verwendet werden, gibt es wesentliche Unterschiede zwischen diesen beiden Konzepten.
In diesem Artikel erkläre ich die Unterschiede und zeige, warum beide für den Erfolg einer Marke unverzichtbar sind.
Markenidentität: Das Fundament der Marke
Die Markenidentität bildet die Basis für alle Markenaktivitäten. Sie beschreibt das Selbstbild der Marke und definiert, wofür sie steht.
- Selbstbild der Marke:
Die Markenidentität beantwortet die Frage: „Wer sind wir?“ Sie beschreibt die Kernessenz der Marke. - Kernwerte, Vision und Mission:
Diese Elemente sind die Leitsterne der Marke. Sie definieren, wohin die Marke strebt (Vision), was sie erreichen will (Mission) und welche Werte sie vertritt. - Einzigartigkeit:
Die Identität hebt die Marke von der Konkurrenz ab und macht sie unverwechselbar. - Interne Ausrichtung:
Markenidentität ist primär nach innen gerichtet. Sie bildet die Grundlage für die Unternehmenskultur und das Handeln aller Mitarbeiter. - Charaktereigenschaften und Wertesystem:
Diese Eigenschaften formen die „Persönlichkeit“ der Marke und beeinflussen jede Entscheidung.
Kurz gesagt: Die Markenidentität ist die DNA der Marke. Sie ist statisch und langfristig angelegt
Marken-Branding: Die aktive Umsetzung der Identität
Während die Markenidentität das „Wer sind wir?“ definiert, befasst sich das Marken-Branding mit dem „Wie zeigen wir uns?“. Branding ist der strategisch geleitete Prozess zur Bildung und Führung einer Marke.
Es umfasst alle Aktivitäten, die darauf abzielen, die Markenidentität nach außen zu kommunizieren und in den Köpfen der Zielgruppe zu verankern. Zum Branding gehören:
- Visuelle Elemente:
Logo, Farbpalette, Typografie und das gesamte Corporate Design - Wahrnehmungssteuerung:
Das Branding beeinflusst, wie die Zielgruppen die Marke wahrnehmen. - Kontaktpunkte:
Vom Social-Media-Auftritt über die Website bis hin zum Kundenservice – jede Interaktion transportiert die Markenidentität. - Praktische Implementierung:
Branding ist dynamisch und beinhaltet die taktische Umsetzung der Markenstrategie.
Kurz gesagt: Marken-Branding ist die aktive Gestaltung und Kommunikation der Identität.
Der zentrale Unterschied
Markenidentität: Beantwortet die Frage: „Wer sind wir?“ Sie ist das Selbstbild und die strategische Basis der Marke.
Marken-Branding: Beantwortet die Frage: „Wie zeigen wir uns?“ Es ist die praktische Umsetzung und Kommunikation der Identität.
Ein Beispiel zur Verdeutlichung
Markenidentität: Ein Unternehmen definiert sich als innovativ, nachhaltig und kundenorientiert.
Marken-Branding: Diese Werte werden durch modernes Design, umweltfreundliche Verpackungen, transparente Kommunikation und exzellenten Kundenservice sichtbar gemacht.
Das Zusammenspiel von Identität und Branding
Der Erfolg einer Marke hängt maßgeblich davon ab, wie gut Markenidentität und Branding aufeinander abgestimmt sind.
Die Markenidentität gibt die strategische Richtung vor, während das Branding diese Strategie taktisch und operativ umsetzt.
Nur wenn beide Elemente harmonisch zusammenwirken, entsteht eine glaubwürdige und starke Marke.
Zusammengefasst
Markenidentität und Marken-Branding sind zwei Seiten derselben Medaille. Die Markenidentität bildet das Fundament, auf dem alle Branding-Aktivitäten aufbauen.
Eine erfolgreiche Markenführung benötigt beides: Eine klar definierte Markenidentität als Basis und ein professionelles Branding als Werkzeug zur Umsetzung.
Unternehmen, die beide Aspekte sorgfältig entwickeln und aufeinander abstimmen, schaffen die Voraussetzungen für eine starke Marktposition und langfristigen Erfolg.
Sie bauen eine Marke auf, die nicht nur wieder erkennbar ist, sondern auch emotional mit ihrer Zielgruppe in Verbindung tritt und sich dadurch von der Konkurrenz abhebt.
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